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Staubkind
- Lacasa Del Cid - Eminence of Darkness
am 15. November 2007 im Klex
Nachdem
Louis Manke mit seiner Band Staubkind vor Jahren bereits mit seinem Debüt-Album
in Greifswald überzeugte, war es für uns eine besondere Freude,
ihn nun auf seiner Tour zum Nachfolger erneut in der Hansestadt begrüßen
zu dürfen. Und um die Sache noch um einiges spannender zu machen,
brachte der charismatische Sänger und Gitarrist von Terminal Choice
auch gleich noch zwei Bands mit. Zum einen Eminence of Darkness und zum
anderen Lacasa Del Cid. Letztere Gruppe ist ein Neo-Western-Projekt von
Carsten Klatte, der schon für so namhafte Musiker wie Wolfsheim und
Projekt Pitchfork die Gitarre gespielt hat. Also, eigentlich ein wirklich
sehr attraktives Angebot, gerade für das beschauliche Greifswald.
Wann schauen hier schon mal solche Bands vorbei? Und das ganze auch noch
für einen überaus fairen Preis...
...so ist es mir bis heute noch immer schleierhaft, warum nur so wenige
Gäste den Weg ins Klex fanden. Leider fing der Tag schon gut an,
als beim Soundcheck einige Probleme aufkamen, die auch bis zum Abend nur
schwer zu lösen waren. Ein Bär hielt sich im Publikum auf, wie
Louis noch versuchte, das leichte Brummer locker zu nehmen....
Doch den Anfang des Abends machten erst mal Lacasa Del Cid, die wirklich
ihres gleichen suchen. Mit viel Charisma überzeugte dabei nicht nur
Carsten Klatte, sondern ebenfalls seine überaus eindringliche Partnerin
Serena mit einer Show, die kaum Vergleiche bietet. Trockener Humor und
Ironie trafen dabei auf eine tiefe Melancholie, die einem Johnny Cash
alle Ehre machte. Ein wirklich einzigartiger Act, der an diesem Abend
am völlig falschem Ende der Welt zu stehen schien. Denn die spärlich
gesähten Gäste schienen nur schwerlich Begeisterung für
die Zwei aufbringen zu können. Dabei äußerten sich im
Anschluß einige ganz begeistert. Ein Eindruck der während der
Show nicht so deutlich wurde.
Ein ganz anderes Tempo legten anschließend Eminence of Darkness
vor. Treibender und elektronischer Dark Wave könnte man ihre Musik
wohl nennen, die sicherlich ihre eingängigen Reize besitzt. Doch
auch sie hatten an diesem Abend kein leichtes Spiel, schienen die Gäste
doch nur für Staubkind gekommen zu sein. Die bildeten den krönenden
Abschluss, wobei sich Louis wieder viel Mühe mit dem Licht gab, um
auch im Klex möglichst viel Ambiente zu erzeugen. So legte er trotz
aller Widrigkeiten einen durchaus überzeugenden Auftritt mit seinen
sehr gefühlvollen Stücken hin, der bei entsprechendem Publikum
auch im Klex für viel Begeisterung hätte sorgen können.
Tja, hätte... Selten habe ich so verhaltene Gäste erlebt...
Ein seltsamer Abend, zumal Staubkind auf ihrer Tour ganze Hallen gefüllt
hatten, nur in Greifswald sich keiner so recht dafür interessieren
wollte. Das man mit den Jungs dennoch viel Spaß haben kann, steht
auf einem anderem Blatt...
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