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Potentia Animi, Gryffenhain, Impro-Theater
22. Juni (Hof der Bebelschule)
Nachdem Potentia Animi beim Klosterspektakel spielten und begeistert nicht nur vom Festival selbst, sondern auch von der liebevollen Art der Macher, waren, wollten sie unbedingt die Hansestadt wiedersehen. Zum Glück hatte die gute pandora dem Violonisten eine Black Box CD in die Hand gedrückt, auf der unsere Kontaktdaten vermerkt sind. So bedurfte es nur ein paar Telefonate und Potentia Animi sollten Greifswald erneut besuchen. Und wenn man das Ganze schon im Sommer macht, wollten wir die Sache unter freiem Himmel stattfinden lassen. Am besten mitten in der Innenstadt. Als einzige und auch ganz nette Lokalität kamen wir so auf den Hof der Bebelschule, der aktuell vom St. Spiritus genutzt wurde.
Und da wir mehr als nur ein Konzert bieten wollten, kamen die Greifswalder Spielleyt von Gryffenhain dazu, die den Abend sogleich eröffneten. Entsprechend ihrer lockeren Art suchten sie sofort den Kontakt zum Publikum, hatten sie doch ihre Dudelsäcke und Flöten gar nicht erst auf die Bühne gepackt, sondern davor. Das Mittelalter wurde heraufbeschworen. Ohne Strom bewegten sich Gryffenhain in recht traditionellem Fahrwasser,
Etwas unmusikalischer, aber dafür interaktiver wurde es im anschließenden Programmpunkt. Die Studenten des Impro-Theaters hatten sich ebenfalls in einfache Leinenkleidung geschmissen, um rund um das Thema Mittelalter ihre Improvisationskunst auszuleben. Eigentlich war nur eine halbe Stunde geplant. Dabei vergaßen die Akteure jedoch die moderne Zeitrechnung und spielten gut die doppelte Zeit. Dem Publikum gefiels, hätten sie sie anderenfalls doch nicht so lange mit Ideen und Applaus unterstützt.
Im Anschluss dann griffen Gryffenhain erneut zu ihren Instrumenten, um wieder die mittelalterliche Musik in die Gehörgänge der Leute zu blasen. Ganz klar bewiesen sie erneut, dass hier in der Hansestadt eine aufstrebende Mittelaltercombo ihren Sitz hat.
Dann war es aber doch Zeit für etwas lautere Klänge. Die Mönche von Potentia Animi drehten ihre Verstärker auf und los ging es mit dem Gitarren unterstützten Gebeten. Zwar mit traditionellen Elementen präsentierten sich die vier Mönche doch recht rockig. Schnell fühlte sich der Platz vor der Bühne. Bewegung kam in die Meute. So langsam senkte auch die Sonne ihr Haupt und verschwand während des Auftritts gänzlich. Unermüdlich predigten Potentia Animi den ausschweifenden Lebensstil. Ein schönes Gefühl, nebenbei die halbe Innenstadt zu beschallen. Das sollten wir häufiger machen...;-)
Kurz vor 23 Uhr dann endeten PA das erste Mal. Doch der Applaus der etwa 150 Leute war so groß, dass sie unweigerlich nochmal auf die Bühne mussten. Leider sind die Auflagen recht streng, so dass kurz nach 23 Uhr wirklich Schluss sein musste.
Eine rundum gelungene Veranstaltung ging zu Ende. Dank erneut an die motivierten Helfer des Black Box Kulturvereins! Besonderer Dank gilt dem St. Spiritus, die uns mit allem wunderbar unterstützten! Und auch die zahlreich erschienenen Gäste, die nicht nur gute Stimmung mitgebracht haben, sondern auch den für Greifswalder Verhältnisse anständigen Eintrittspreis bezahlt haben, konnten wir doch so die Bands mal bezahlen, ohne Minus zu machen! Vielen Dank dafür, denn wir machen die Sachen natürlich für Euch!
Dachten wir ohne Aftershowparty kommen wir mal relativ früh ins Bett, mussten wir uns eines besseren belehren lassen. Denn der Hof war schnell auf vordermann gebracht, so dass wir noch auf ein Bierchen in die Domburg pilgerten. Naja, bei einem Bier blieb es dann nicht... und naja, zu Hause mussten natürlich auch noch die Reste verbraucht werden...
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